03. Februar 2012
WAHL ZUR RASSE DES JAHRES 2012
ZEHN RASSEN STEHEN ZUR WAHL
Es ist wieder soweit, in Kürze startet die Wahl zum Rassekaninchen des Jahres, die auch in diesem Jahr wieder durchgeführt wird. Hierfür wurde auch diesmal wieder eine gesonderte Internetseite eingerichtet, die unter www.rassedesjahres.zdrk.de erreicht werden kann.
Zur Wahl stehen zehn Rassen.
Die Wahl läuft von Montag, 6. Februar, bis Mittwoch, 29. Februar, dieses Jahres. Gewählt werden kann entweder per Post über die Fachpresse:
Redaktion „Kaninchenzeitung“
HK-Verlag
Dirk Wortmann
Redaktionsbüro Reutlingen
Burkhardt + Weber-Straße 69
72760 Reutlingen
(Datum des Poststempels ist entscheidend) oder über die Internetplattformen (Wahl im Internet bis 0 Uhr).
Nach Ende der Aktion werden die abgegebenen Stimmen sowohl in der Redaktion der Fachpresse als auch vom Webmaster des ZDRK ausgezählt. Nachdem das Ergebnis in der Fachpresse (Ausgabe Nr. 7/2012 am 5. April) veröffentlicht wurde, wird dann zeitgleich auch von den Internetplattformen das Ergebnis bekannt gegeben.
Große Marder braun:
Diese im ehemaligen Ostblock herausgezüchtete Rasse mit einem Normalgewicht von über 4,0 kg ist züchterisch reizvoll. Bedingt durch die Spalterbigkeit dieser Rasse liegt der Anteil ausstellungsfähiger Tiere etwa bei 50 Prozent. Die Abzeichen bestehen aus einem ca. acht bis zehn Zentimeter breiten Streifen auf dem Rücken, einer dunklen Maske, dunklen Ohren, Läu-fen und Blume und zur Aufhellung befindet sich ein „Marderkreuz“ am Ohrenansatz.
Kalifornier schwarz-weiß:
Wie der Name schon sagt kommt diese Rasse aus Kalifornien. Seit 1923 wurde sie dort als reine Wirtschaftsrasse erzüchtet. Diese frohwüchsige Rasse, die zu den Teilalbinos gehört, hat ein Normalgewicht von über 4,0 kg. Durch die schwarz gefärbten Ohren, der „Maske“, den Läufen sowie der Blume in Verbindung mit den roten Augen sehen diese Tiere sehr apart aus, haben in Züchterkreisen jedoch keine weite Verbreitung gefunden.
Weißgrannen blau:
Diese recht junge Rasse stammt aus Thüringen, wo 1951 in Gera die ersten Tiere der Öffent-lichkeit präsentiert wurden. Mittlerweile hat diese Rasse mit einem Normalgewicht von über 3,5 kg einen festen Platz bei unseren Schauen. Durch die interessante Kombination aus einem glänzenden Fell und klar abgegrenzten Abzeichen sind sie auf vielen Schauen ein Zuschauer-magnet.
Thüringer:
Diese Rasse hat ihren Ursprung in Thüringen. Bereits in den 1890-er Jahren begann die Ent-wicklung, um 1900 gab es dann die ersten Tiere, die ein „gemsfarbiges“ Haarkleid zeigten. Heute sind die Thüringer eine häufig zu sehende Rasse, deren Normalgewicht über 3,5 kg liegt. Das Interessante dieser Rasse ist die Kombination der gelbbraunen Deckfarbe in Verbin-dung mit dem dunkelbraunen Grannenhaar und den rußartigen Abzeichen.
Rhönkaninchen:
Dieses kleine Kaninchen mit einem Normalgewicht von über 2,75 kg hat eine gut ausgeprägte Kopfform und besticht vor allem durch seine birkenstammähnliche Farbe. Die Zeichnung aus Flecken, Streifen und Spritzern sollte möglichst gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt sein. Anfang der 1970-er Jahre begann die Erzüchtung in Deutschland, seit 1981 waren sie in Ostdeutschland, seit 1986 in Westdeutschland zugelassen. Heute sieht man regelmäßig sehr gute Rassevertreter auf unseren Schauen.
Lohkaninchen havanna:
Die Ursprungstiere der Lohkaninchen sind in den 20-er Jahren aus England eingeführt wor-den. In den Jahren nach dem 2. Weltkrieg fing die Rasse an zu boomen. Heute sind die Loh-kaninchen weit verbreitet und in hervorragender Qualität zu bewundern. Die kleine Rasse mit einem Normalgewicht von über 2,5 kg imponiert durch die Farbenkombination aus der eigent-lichen Farbe, dem Havanna, und den lohfarbigen Abzeichen an Kopf, Rumpf sowie Bauch.
Marderkaninchen blau:
Marderkaninchen in Deutschland haben ihren Ursprung im Hamburger Raum. Dort wurden um 1920 Jungtiere entdeckt, die diese Abzeichen der Marder getragen haben. Diese züchte-risch anspruchsvolle Rasse mit einem Normalgewicht von über 2,5 kg ist selten verbreitet. Die Abzeichen bestehen aus einem ca. acht Zentimeter breiten Streifen auf dem Rücken, dunklen Ohren, einer dunklen Maske und zur Aufhellung ein „Marderkreuz“ am Ohrenansatz.
Siamesen gelb:
Bereits Friedrich Joppich berichtete über diese kleine Rasse mit einem Normalgewicht über 2,5 kg, die Ähnlichkeit mit der Farbe der Siamkatze hat. In Deutschland wurde jedoch erst in den 1970-er Jahren ernsthaft von Joachim Kapp mit dieser Rasse gezüchtet. Die Deckfarbe der Siamesen gelb ist im Bereich der Abzeichen hellgelblich mit einem rußigen Anflug. Außerhalb der Abzeichen soll die Farbe möglichst hell sein. Die Ohren, Maske, Läufe sowie die Blume sind dunkel.
Russen blau-weiß:
Bereits 1857 wurden Russenkaninchen erstmalig erwähnt. Die Einstufung der Rasse als Sportrasse 1938 brachte einen schweren Rückschlag. Noch heute ist diese kleine Rasse mit einem Normalgewicht über 2,25 kg im blau-weißen Farbenschlag recht selten. Die Abzeichen der Russen bestehen aus den blauen Ohren, der Maske, den Läufen sowie der Blume. Die Grundfarbe ist ein glänzendes Weiß.
Farbenzwerge lohfarbig schwarz:
Diese Zwergrasse mit einem Normalgewicht von über 1,1 kg in Verbindung mit den lohfarbi-gen Abzeichen und der glänzend schwarzen Farbe ist auf unseren Rassekaninchenschauen ein Besuchermagnet. Interessant ist es, den Zwergkaninchentyp in Verbindung mit der Lohfarbe zu züchten.
Wolfgang Elias, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im ZDRK